Märchen- und Geschichtenerzählerin Hannah

….ist ein phantasievoller, liebevoller und lustiger Mensch, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt, sich aber gern auf das Wesentliche besinnt.

Mit ihrer kräftigen, wohlklingenden Stimme, gepaart mit Imitationstalent und Humor, gelingt es Hannah, ihre Erzählkunst mit Leben zu füllen und Zuhörer in ihren Bann zu ziehen.

Aus Märchen, Geschichten, Liedern und Gedichten webt sie einen klangvollen, bunten Zauberteppich, auf dem ihre Zuhörer ins Reich ihrer eigenen Phantasie fliegen, dort eintauchen und so manchen Schatz für sich entdecken können.

Über mich

Ich bin das glückliche, vierte und jüngste Mädchen unserer (damals) sechsköpfigen Familie.

Als ich etwa vier Jahre alt war, gaben meine Eltern und Schwestern mir den Spitznamen „Muhme“. Sie erklärten mir später, ich hätte damals (trotz meines zarten Alters) schon sehr „weise“ auf sie gewirkt – eben wie eine weise Muhme in Kleinformat. 

Dieser Spitzname wurde im Laufe der Jahre von einigen anderen abgelöst. Zuletzt, mit etwa18 Jahren, fiel mir – man weiß nicht woher und warum – der Name Hannah zu und blieb fortan bei mir. (Interessanterweise ist mein Taufname Annette einfach eine französische Variante des hebräischen Namens Hannah.) Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass Menschen ihre Namen wohl ganz gerne hin und wieder ändern, im Gleichklang dazu, wie sie sich als Persönlichkeit entwickeln, bzw. welche Lebensphasen sie gerade durchlaufen. Dies kann absichtlich oder unabsichtlich geschehen – bei mir geschah es unabsichtlich.

Inzwischen habe ich so einige Lebensphasen durchlaufen und darf aus einem reichen Fundus an Lebenserfahrung schöpfen.

Als Grundschulkind wollte ich unbedingt Schriftstellerin werden, als Teenager Schauspielerin. Seit ich denken kann, singe ich gern. Seit vielen Jahren tue ich es mit meinem Mann oder in anderen Singer-Songwriter-Formationen. Neben gelegentlicher Laienschauspielerei hat es mich mit künstlerischem Arbeiten auf der Bühne und im Studio vertraut gemacht. 

Tierlieb und naturverbunden wie ich bin, ist es mein liebster Seelenausgleich, begleitet von meinem Hund durch den Wald zu reiten, die Bäume zu betrachten und die Bewegung und die Ruhe zu genießen.

Das größte und wunderbarste Geschenk, das mir das Leben gemacht hat, sind meine beiden Töchter. Ihren Papa habe ich geheiratet, als die jüngere gerade laufen konnte. Inzwischen sind wir auch glückliche Großeltern geworden.

Beruflich gab es für mich nach dem Abitur ein begonnenes und unvollendet gebliebenes Germanistikstudium, Gelegenheitsjobs in der Fabrik, als Putzfrau oder als Bierkneipenbedienung und eine Ausbildung zur Tierarzthelferin. Schließlich fand ich in einem landwirtschaftlichen Betrieb, der  – parallel zum Heranwachsen meiner beiden Kinder – jedes Jahr größer wurde, eine vielseitige Beschäftigung. Von der Marktverkäuferin und dem „Mädchen für alles“ wurde aus mir schließlich Organisatorin, Eventmanagerin und Personalchefin. 

Wenn wir die „50“ überschreiten, wird uns bewusster, dass unser Leben zerbrechlich und endlich ist. Wir überdenken unser Tun und Treiben und fragen uns, ob es nicht vielleicht für den nächsten, herbstlich werdenden Lebensabschnitt einer Veränderung oder Neuausrichtung bedarf. Und bei vielen von uns erwachen vergessene Träume aus unserer Kindheit und Jugend wieder zum Leben.

Mitten in diese Überlegungen hinein begegnete mir 2018 Annika Hofmann. Ich besuchte zwei ihrer wunderbaren Erzähl-Seminare. Durch sie fand ich etwas wieder, das mich stets begleitet, die letzten Jahre allerdings meist selig in mir geschlummert hatte: Meine Liebe zu unserer Sprache, schönen Texten und zur Schauspielerei.

Eine große Freude darüber, all dies – und noch viel mehr! –  als Märchenerzählerin sinn- und seelenvoll miteinander verbinden zu können, brach sich Bahn.

Ich reduzierte meine Berufstätigkeit, absolvierte einen Grundkurs für Freies Erzählen beim erzähl-kunst- e.V. in Berlin, besuche derzeit dort den Aufbaukurs und bin mit Begeisterung am Märchen Lesen, wieder Entdecken, neu Lernen und… Erzählen!

So wie die Märchen aus meiner Kindheit zu mir zurückgekehrt sind, habe ich nun auch meinen Kinderspitznamen „Muhme“ wieder aufgenommen – und diesmal absichtlich, weil er so schön zu den Märchen passt. So schließt sich der Kreis. Hoffentlich, um neue Kreise zu ziehen!

Hier bin ich nun und freue mich darauf, Euch mal etwas zu erzählen!

 Eure Märchenmuhme Hannah